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5 Fragen, die Sie jedem Handwerker stellen sollten

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Das erste Gespräch mit einem Handwerker entscheidet oft mehr über den Projekterfolg als das Angebot selbst. Wer die richtigen Fragen stellt, erkennt frühzeitig, ob ein Betrieb sorgfältig, verlässlich und für das eigene Vorhaben geeignet ist — oder ob man lieber weitersuchen sollte.

1. Haben Sie eine Haftpflichtversicherung?

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist keine Formalität, sondern Ihre wichtigste Absicherung. Kommt es auf der Baustelle zu einem Schaden — ein Wasserrohr wird beschädigt, ein Sturz verletzt jemanden, ein Bauteil wird falsch eingebaut — haftet ohne Versicherung der Betrieb selbst. Und wenn dieser nicht zahlen kann, bleiben Sie auf dem Schaden sitzen.

Seriöse Betriebe nennen Ihnen die Versicherung ohne Zögern und können auf Nachfrage einen Nachweis vorlegen. Zögern oder ausweichen ist ein deutliches Warnsignal.

2. Wann können Sie mit der Arbeit beginnen?

Gut ausgelastete Handwerksbetriebe haben in der Regel Vorlaufzeiten von mehreren Wochen. Wer sofort anfangen kann, ist entweder ein Glücksfall — oder hat aus gutem Grund freie Kapazitäten.

Fragen Sie konkret nach dem Starttermin und dem voraussichtlichen Abschluss. Ein seriöser Betrieb gibt eine realistische Einschätzung und informiert Sie rechtzeitig, wenn sich etwas verschiebt.

3. Was ist im Angebot enthalten — und was nicht?

Diese Frage trennt detaillierte Angebote von Pauschalpreisen, die später zur Kostenfalle werden. Fragen Sie explizit: Sind Materialkosten enthalten? Was passiert bei Mehraufwand? Wer kümmert sich um die Entsorgung von Bauschutt?

Ein gutes Angebot listet alle Positionen einzeln auf — Lohnstunden, Material, Anfahrt, Entsorgung. Nur so können Sie später prüfen, ob die Abrechnung stimmt.

4. Können Sie Referenzen oder Bewertungen nennen?

Jeder Betrieb, der stolz auf seine Arbeit ist, hat zufriedene Kunden — und die meisten davon geben gerne Auskunft. Bitten Sie um ein oder zwei Referenzen bei ähnlichen Projekten, oder schauen Sie sich Bewertungen auf der Plattform an, über die Sie den Betrieb gefunden haben.

Achten Sie dabei nicht nur auf die Sternebewertung, sondern auf konkrete Beschreibungen: Wurde sauber gearbeitet? War der Betrieb pünktlich? Wie wurde auf Probleme reagiert?

5. Wie halten wir Kontakt während des Projekts?

Kommunikation ist einer der häufigsten Streitpunkte bei Handwerksprojekten. Klären Sie vorab: Gibt es eine feste Ansprechperson? Wie werden Änderungen dokumentiert? Wird telefoniert, per E-Mail kommuniziert oder über eine App?

Betriebe, die Erfahrung mit größeren Projekten haben, haben dafür klare Prozesse. Wer auf diese Frage keine Antwort hat, ist möglicherweise nicht gewohnt, strukturiert zu arbeiten.

Gute Betriebe beantworten alle fünf Fragen ohne Zögern und wirken dabei nicht gereizt oder überrascht — sie kennen diese Fragen, weil ihre Kunden sie stellen. Wer ausweicht oder Druck macht, schnell zu entscheiden, sollte kein Auftrag bekommen.

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